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Castrop-Rauxel, town park
Schungelberg Housing Estate, Gelsenkirchen
Castrop-Rauxel, old town centre
Castrop-Rauxel, Erin trading estate
Old Henrichenburg Ship Lift
Schloss Beck leisure park, Bottrop
Jewish museum, Dorsten
Zollverein pit , Essen
 Zollern Colliery II/IV, Dortmund
Zollverein  Pit,  Essen
Stairway to Heaven, Gelsenkirchen
Sculpture wood, Gelsenkirchen
Lembeck moated castle
Monastery gardens at Kamp Lintfort
Rungenberg Mining Tip, Gelsenkirchen
Stairway to Heaven, Gelsenkirchen
Stairway to Heaven, Gelsenkirchen

This Stonehenge-like construction on the top of a peak called the Stairway to Heaven (Himmelstreppe) was created by the landscape artist Hermann Prigann. From the top there is a fantastic view of Gelsenkirchen (look out for the white-roofed new football arena, 'AufSchalke') and Essen (including the mighty Zollverein Pit and Coking Plant), all the way to Dortmund in the East and the Tetrahedron in Bottrop to the North-West.
CAMP COMEDY

English summary
Deutscher Kommentar

PREMIERE OF GERMAN VERSION OF CAMP COMEDY
Prof Ria Blaicher from the University of Erlangen has made a very fine translation of the play into German. Anyone interested in reading the German translation should contact me per email.
The German version of the play is now being marketed by Verlag AutorenAgentur in Berlin.
It had a rehearsed reading on Saturday April 24th 2010 at the Hans-Otto-Theater in Potsdam. and is currently going into rehearal at a high school in California.

CAMP COMEDY
A play in 2 acts, with songs and cabaret interludes
12 m, 5 w. (doubling possible)

The play takes place in the Theresienstadt (Terezin) concentration camp during the Second World War. The well-known Jewish cabaret star and film director, Kurt Gerron, one of the internees in the camp, is 'invited' by the camp Kommandant, Karl Rahm, to make a documentary film of the gentle life of the Jews in a "typical" German concentration camp, for propaganda purposes. Gerron, who has a cabaret in the camp entitled The Carousel, is in an impossible dilemma: if he refuses the invitation this will almost certainly mean that he will be sent to Auschwitz; if he accepts he will be betrayed not only himself but the rest of the Jewish community. After a tortured deliberations with himself, his wife Olga, and the Judenrat in the camp, he comes to the conclusion that he has no choice but to accept the invitation. But the longer the filming goes on, the more original moral objections fade away in the face of his "professional" duties and his newfound status. Before he finally agreed to take on the task, he extracted a promise that, if he agreed to make the film, he and his wife Olga would leave Theresienstadt alive. Indeed they do - along with the rest of the inmates, on a train to the gas chambers in Auschwitz.

Camp Comedy is published in “Theatre of the Holocaust: volume 2” edited by Robert Skloot, University of Wisconsin Press. ISBN 0-299-16274-5

Anyone wishing to read an electronic version of the script should send me an email: roy.kift@t-online.de

Poster

Deutscher Kommentar

Excerpts from a paper written by Prof. Dr. Ria Blaicher, University of Erlangen

Camp Comedy: Leben als groteskes Rollenspiel zwischen Wahnwitz und Illusion

…. Der Titel mag zunächst überraschen, denn das Leben in Theresienstadt war für keinen Juden eine Komödie und endete für viele mit dem Tod in Auschwitz. Auch Kift war sich des ungewöhnlichen Titels bewusst.
„At first sight the juxtaposition of comedy and concentration camps seems to be not only impossible but also morally indefensible, how much more grotesque must it seem that comedy, songs and laughter in the form of cabaret were almost a daily experience in the Theresienstadt camp.”
In der Tat waren in Theresienstadt viele ehemalige Schauspieler, Kabarettisten, Musiker und Komponisten Vor allem ihnen setzt Kift ein Denkmal durch die Lieder von Leo Strauß und Manfred Greiffenhagen, die er in brillanter Übersetzung in das Drama einfügt. … die meisten Protagonisten von Camp Comedy (sind) historische Personen, die ihre historischen Namen beibehalten. Es sind dies Kurt Gerron, der Berliner Schauspieler und Kabarettist, der früher im Berliner Brecht Ensemble mitspielte und mit seiner Glanzrolle des Meckie Messer aus der Dreigroschenoper den Zeitgenossen bekannt war, ferner seine Frau Olga, der Obersturmführer Haindl, der Lagerkommandant Rahm und der Judenratälteste Eppstein. Den Mitgliedern des Kabaretts, die an historische Personen angelehnt sind, hat Kift fiktive Namen gegeben, einfach weil er ihre persönliche Biographie zu wenig kannte…
…In einem schauerlichen Karneval agiert auch Gerrons Kabarett, bei dem übrigens nicht er Regie führt, sondern der sogenannte Impressario (genannt Imp), eine überaus schillernde Gestalt, die scheinbar zwischen den Fronten steht. Durch schrilles Pfeifen gibt er das Kommando für Auf- und Abtritte, so dass die Schauspieler, die nach seiner Pfeife tanzen, zunächst wie Puppen oder Marionetten wirken. Der Imp wird beschrieben als „creature of lunatic extremes, physically, mentally, sexually and vocally” (45). Er führt nicht nur die Regie über die Schauspieler, sondern ist zugleich Kommentator (voll eingeweiht in die Nazipläne und letztlich ein Handlanger der Nazis), er vermittelt zwischen Schauspielern und Publikum, zwischen Juden und der SS und kostet seine Machtposition arrogant aus. Im 2. Akt verwandelt sich der Imp in den Produktionsmanager Hanka. Auch Hanka dirigiert mit seiner Pfeife das Geschehen.
Im 1. Akt wird die Bühne beherrscht von einem Karussell, bestehend aus einer Drehscheibe und das oft wiederholte Karussell-Lied wird zum Leitmotiv. Es klingt wie eine nostalgische Erinnerung an frühe unbeschwerte Kindheitstage. Doch schon im Lied ist das Karussell mehr als ein Kindheitsvergnügen; es wird zum Symbol für die Lebensreise, in der es kein Vorankommen mehr gibt, sondern nur endlose Wiederholung, das Ringelspiel impliziert neben Sensation und Illusion, Schwindel und vor allem die Unsicherheit, wo man denn ankommen wird.
We’re riding on old wooden horses
Round and round in a clippety-clop
Where we land at the end of the journey
We’ll only find out when we stop. (p. 47)

Im Drama sehen wir, was der Endpunkt ist. In der letzten Szene wird die Drehbühne = das Karussell zur Drehscheibe der berüchtigten Güterwaggons, die alle Künstler abholen. Aber schon in der 1. Szene des 1. Aktes erfahren wir als Zuschauer aus dem Mund des Imp, der das Karussell-Lied kommentiert: „In a matter of weeks Kurt Gerron will be stumbling naked into the showers of Oswieçim“ (49). Vor dem Hintergrund dieses längst vorbestimmten Todes wirkt das Spiel des Kabaretts und die scheinbar heiteren Lieder „deranged and derailed, spinning free from fetters of logic and reality“ (49). Spiel und Todesnähe, Kabarett-Unterhaltung und Genozid, Lied-Nostalgie und Gaskammern, dieses Nebeneinander und Miteinander ist Alltag in Theresienstadt. Die Realität gleicht abwechselnd einem Irrenhaus und einer Schmierenkomödie, und die Grenze zwischen Theater und Wirklichkeit ist fließend…

Das Theater ist das Leben und das Leben wird zum Theater, denn jeder einzelne Jude muss wohl oder übel eine Rolle spielen, die er verabscheut, die ihm aber die Nazis aufzwingen…
(Gerron) bekommt nämlich von Rahm den Befehl, einen Propagandafilm über Theresienstadt zu drehen, den Hitler in Auftrag gegeben hat... Als Titel des Filmes ist vorgesehen: „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“. Eigentlich ist klar, dass Gerron diese Aufgabe nicht übernehmen und dass kein Jude – sei es als Regisseur, als scriptwriter oder Schauspieler an dieser „optimistic comedy“, wie es sich die Nazis wünschen, mitarbeiten kann.

Der Dokumentarfilm als Lüge, das Grauen als Komödie, der gepeinigte und seiner Rechte beraubte Jude als Lobredner auf die Nazis, und die geschundenen Insassen als Akteure, die nach der Pfeife Rahms tanzen – diese Perversionen zur Demütigung der Juden und zur Täuschung der Welt, sind primär eine Machtdemonstration der Nazis, die hämische Freude daraus ziehen, die Juden vor ihrem physischen Tod psychisch zu vernichten…
Das Spiel im Spiel oder genauer gesagt die Filmproduktion im Stück, gerät zu einer tödlichen Realität in grotesker madhouse Manier, wo jegliche Logik unterlaufen wird, wo der Tod in der Realität die idyllische Spielatmosphäre durchbricht und wo die Spieler von der Realität des Todes aus der Bahn geworfen selbst des Todes sind. Der Tod wird in diesem Kontext mit grotesken slapstick Techniken vermittelt…
Mit dieser Art der Darstellung wird sicher Doppeltes erreicht. Zum einen werden Willkür, Widersinnigkeit und Zynismus nazistischen Mordens gezeigt, und zum anderen wird durch das Ineinandergreifen von absurdem, der Situation nicht angemessenem Spiel (idyllische Kaffeehausszene) und einer brutalen Wirklichkeit (Mord), durch die Vermischung von komischen und tragischen Elementen, durch das Nebeneinander von realen und surrealen Geschehnissen, verhindert, dass der Zuschauer in Emotionen ausbricht. Dieses Holocaust Drama intendiert nicht eine Katharsis im Aristotelischen Sinn, wo der Zuschauer durch das Übermaß an Angst und Mitleid, die durch das Schauspiel aktiviert werden, gereinigt und geläutert nach Hause geht. Mitleid mit 6 Millionen Juden ist nicht möglich und im Holocaust-Drama steht jeder Tod stellvertretend für 6 Millionen Tote. Roy Kift will mit seiner slapstick Technik den Wahnwitz als solchen decouvrieren und sowohl dem Argument von der Banalität des Handelns wie vom bürokratischen Pflichtbewusstsein und Kadavergehorsam der kleinen Beamten entgegenwirken. Haindl, Rahm, Imp und Hanka sind Zyniker, die sich an der Willkür des Tötens ergötzen, die einfach Spaß daran haben, den anderen zu täuschen, zu demütigen und zu vernichten.
Nachdem Kurt Gerron seinen Film beendet hat, ist er für die Nazis nutzlos und wird deswegen mit seiner Frau Olga auf die Güterwaggons nach Auschwitz verladen…

…Das Theater ist hier sowohl Mimesis, als auch Dekonstruktion. Es ist Mimesis, weil es die historischen Fakten aufgreift und es ist Dekonstruktion, weil es die Gräuel in ihrer Aberwitzigkeit bloßstellt. In den Extremen der Groteske wird die Perversität nazistischer Willkür ebenso in Szene gesetzt wie der verzweifelte und zum Scheitern verurteilte Versuch der Juden zu überleben. In einer verrückten Welt müssen auch die Opfer verückt spielen, um für kurze Zeit Überlebenschancen zu haben. Während die Verrücktheit der Nazis in der völligen Missachtung humaner Grundrechte und moralischer Grundüberzeugeungen besteht, kämpfen die Juden immer verbissen darum, nicht auf die Stufe „von Ratten“ zu fallen. Da es in diesem Drama keine Theodizee gibt, kein wie auch immer geartetes göttliches Eingreifen, keine Gerechtigkeit, keine Reue, keine Läuterung, keine letztliche Sinnhaftigkeit, ist das Drama weit entfernt vom Genre der Tragödie, trotz des moralischen Konfliktes der Juden, trotz des unschuldig Schuldigwerdens, trotz des Todes der Protagonisten. Durch die modernen Techniken der Verfremdung, des Surrealen, des Farcenhaften und Grotesken werden wir als Zuschauer aus der Welt der logischen, psychologischen und moralischen Gesetzmäßigkeiten herauskatapultiert und Einmaligkeit und Unfassbarkeit des Holocaust werden damit unterstrichen…

Prof. Ria Blaicher (University of Erlangen)

Anyone wishing to read the full version of this paper should send me an email


NEU!! DEUTSCHE VERSION VON CAMP COMEDY
Prof Blaicher has now completed a very fine translation of the play into German. We are now in the final stages of polishing up a final version. Anyone interested in reading the German translation should contact me per email



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